Leserbrief


Sehr geehrter Herr Bauer,

zu den veröffentlichten Beiträgen „Braucht Gotha eine Reformschule“ und „Position beziehen“, übersende ich Ihnen den folgenden Leserbrief.

Die von Jens Rose und Elke Stark aufgeworfenen Fragen zur geplanten evangelischen Regelschule treffen den Kern, der damit verbundenen Problematik. Die daraus resultierenden Bedenken sind durchaus nachvollziehbar.
 Im offenen Brief der Oststadtschule an den Oberbürgermeister spricht die Elternvertretung davon, dass sie mit Bestürzung die Gründung der Reformschule zur Kenntnis genommen hat.
Hier muss man sich allerdings fragen, warum die empörten Eltern nichts unternahmen, als das Vorhaben schon vor Monaten ruchbar wurde und OB Kreuch bereits damals sein Einver- ständnis für eine solche Schulgründung signalisierte
In Gotha wurden, wegen der immer geringer werdenden Schülerzahl schon mehrere Schulen geschlossen. Danach setzte ein Buhlen um die noch verbliebenen Schüler ein, weil jede Schule um ihre Existenz fürchtet.
Mit besonderem Argwohn wird seit Jahren registriert, dass die kooperative Gesamtschule „Herzog Ernst“, selbst aus einer staatlichen Regelschule hervorgegangen, Regelschüler  „abwirbt“ und immer mehr Eltern ihre Kinder auf die Gesamtschule schicken.
Die noch existierenden staatlichen Regelschulen werden völlig ausbluten, wenn jetzt auch noch die evangelische Regelschule hinzu kommt.
Eine erneute Diskussion um Schulschließungen wird unweigerlich folgen. Damit würde der bestehendem Schulnetzplan erneut zur Disposition gestellt.
Ob das im Interesse der Schüler ist, bleibt dahin gestellt. Schließlich ist Kontinuität eine  Voraussetzung für pädagogische Erfolge.

Mit freundlichen Grüßen
Städler

Leserbrief zum Artikel „Braucht Gotha eine Reformschule“

 

Mitteilung vom 25.02.2009

Brandenburg

Hessen

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Thüringen

zurück zur Übersicht

Presse vom 25.02.2009

Stand: 19.08.2009